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Universal Mobile Telecommunications System (UMTS).

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4.1.2 Die Zellatmung

Die soeben erläuterte CDMA-Technik hat einige kuriose Eigenschaften, von denen ich hier die Zellatmung kurz behandeln möchte [co15.00].

Bei GSM Systemen steht jedem Teilnehmer die volle Sendeleistung der Basisstation zur Verfügung. Bei CDMA hingegen teilen sich alle Endgeräte die insgesamt zur Verfügung stehende Ausgangsleistung der Basisstation. Somit ist die maximale Sendeleistung, die eine Basisstation dem einzelnen Teilnehmer zuteilen kann, von der Anzahl der in der Zelle aktiven Teilnehmer begrenzt. Die Situation wird in Abb 4.5 dargestellt.


Abb. 4.5: Die Teilnehmer teilen sich die zur Verfügung stehende Sendeleistung

Je mehr Endgeräte also in einer Funkzelle angemeldet sind, desto geringer wird die Reichweite der Zelle - die Zelle "schrumpft". Der Grund hierfür ist, dass bei einer Vermehrung der aktiven Endgeräte in einer Zelle das Hintergrundrauschen (Signale der verschiedenen Teilnehmer) des Kanals zunimmt und somit eine fehlerfreie Übertragung immer schwieriger wird. Um dies auszugleichen verstärkt das CDMA-System bei jedem Endgerät das Übertragungssignal (Power Control). Ist jedoch ein Gerät z.B. an den Rändern einer Zelle bereits am Maximum seiner Übertragungskapazität angelangt, kann es mit den anderen verstärkten Signalen nicht mehr mithalten, wird von diesen überlagert und ist somit nicht mehr im Empfangsbereich der Basisstation bzw. liegt nun außerhalb der Zelle.

Um nichts desto trotz die erforderliche Netzabdeckung gewährleisten zu können, muss der Netzbetreiber festlegen wie viele Verbindungen mit welcher Datenrate in der Zelle erlaubt sind.

4.2 UMTS weltweit

Der künftige Mobilfunkstandard UMTS wird gerne als globaler Standard bezeichnet, was bedeutet dass ein Benutzer eines UMTS-Handys in der Lage sein sollte von jedem beliebigen Standort der Erde aus mit einem einzigen Gerät telefonieren zu können. Doch die Realität sieht anders aus.

Einigermaßen standardisiert sind die Frequenzbereiche in denen UMTS funken soll, wobei auch hier Probleme existieren, da z.B. in der USA der Frequenzbereich bereits komplett belegt ist.

Die von UMTS verwendeten Übertragungstechniken werden sich jedoch in verschiedenen Regionen der Welt deutlich unterscheiden.

In Europa und Japan wird Wideband-CDMA (WCDMA) verwendet werden, das im wesentlichen nach der CDMA Technik arbeitet (vgl. 4.1.1). Zudem soll in Europa noch TD-CDMA, eine Kombination von TDMA und CDMA, die sich besser für asymmetrische Übertragungen (wie bei Multimedia-Anwendungen) eignet, zum Einsatz kommen.

In China wird eine spezielle Variante der TD-CDMA verwendet namens TD-SCDMA, die in einem besonderen Synchron-Modus arbeitet in dem alle Basisstationen synchron senden und empfangen.

In den USA sind überwiegend noch analoge Funknetze verbreitet, die nach dem TDMA-Prinzip arbeiten. Da diese Netze im Frequenzbereich um 800 MHz funken, lassen sie sich nicht auf UMTS aufrüsten. Die Betreiber müssen das EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) System verwenden, einer mit UMTS verwandten Breitband Funktechnik, die auf GSM-Frequenzen arbeitet.

Wer aber nun UMTS weltweit nutzen will, braucht somit ein Multimode-Gerät das all die zuvor genannten Übertragungsverfahren unterstützt. Einige Hersteller werden wahrscheinlich auch GSM in ihre Geräte packen, damit diese im Zeitraum des Aufbaus der UMTS-Netze in die bereits existierenden Netze roamen (überwechseln) können. [co16.00]

 

  
WCDMA for UTMS. Radio Access for Third Generation Mobile Communications (Gebundene Ausgabe)
von Harri Holma,
Antti Toskala
Siehe auch:
HSDPA/HSUPA for UMTS. High Speed Radio Access for Mobile Communications
von Harri Holma
Sonstige Artikel:
Die Geschichte der Schrift (Gebundene Ausgabe)
von Andrew Robinson
Rahmat lebt (Broschiert)
von Dieter Jacobi
Handbuch der Religionen. (Broschiert)
von Mircea Eliade
 
    
     
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