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3.3 Gewinner und Verlierer der AuktionAls Gewinner lässt sich zweifellos der Staat klassifizieren, da mit einem solch hohen Erlös keiner gerechnet hatte.Auch der Kunde wird von Fachleuten als Gewinner betrachtet, da er in Zukunft die neue Technik von sechs unterschiedlichen Unternehmen beziehen kann und somit ein Wettbewerb entsteht, der für den Kunden nur positive Auswirkungen haben kann. Außerdem wird aufgrund der hohen Investitionen jedes Unternehmen bemüht sein, möglichst schnell sein Netz aufzubauen. Ob die Unternehmen, die Lizenzen ersteigert haben, Gewinner oder Verlierer sind wird die Zukunft zeigen. Die Kompensation der entstandenen Kosten wird nicht leicht sein, da UMTS Schätzungen zufolge erst 2010 Gewinne erbringen wird und bis dahin große Investitionen für den Aufbau der neuen UMTS Netzinfrastruktur getätigt werden müssen (ca. 8-10 Milliarden DM je Firma). Eindeutige Verlierer sind Telekom und Mannessmann, da sie größere Frequenzpakete kaufen wollten, dies aufgrund der hohen Preise aber nicht konnten und dadurch mit einer starken Konkurrenz konfrontiert sind. Doch was ist mit den Unternehmen, die keine Lizenz ersteigern konnten. Sind sie noch zukunftsfähig? Für diese Firmen ist das Mobilfunkverfahren EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) gedacht. Damit lassen sich auf Basis der heutigen GSM-Netze, jedoch mit neuer Technik, Übertragungsraten bis zu 384 Kbit/s realisieren. EDGE und UMTS haben technisch vieles gemeinsam, wodurch Dualmode Geräte denkbar sind die den Betrieb eines Gerätes in beiden Netzen ermöglichen. 4. Technik4.1 So funkt UMTSDamit UMTS die zuvor erwähnten Übertragungsraten erreicht, stützt sich UMTS auf die bisherigen Errungenschaften der bereits existierenden oder im Aufbau befindlichen Netze und baut diese weiter aus. So vereint UMTS in seinem Kernnetz das Prinzip der Circuit Switched Data (CSD) für kanalvermittelte Dienste (Basis von GSM) und das Prinzip des Packet Switched Data (PSD) für paketvermittelte Dienste (Basis von GPRS vgl. Stefan Link). Der kanalvermittelte Dienst zeichnet sich dadurch aus, dass die Betriebsmittel bei Verbindungsaufbau belegt und erst bei Verbindungsende wieder freigegeben werden. Bei PSD sind die Teilnehmer dagegen permanent online. Jedes Datenpaket hat eine Empfängeradresse und wird vom Endgerät aus dem Datenstrom herausgefiltert. UMTS nutzt CSD für Sprach- und Textübertragungen während PSD für größere Datenmengen wie Bildübertragungen oder Multimediaanwendungen gedacht ist.Außerdem verwendet UMTS eine andere Art der Datenübermittlung. Während die Mobilfunkstandards der zweiten Generation (GSM, GPRS...) jeden Kanal in Zeitschlitze aufteilen (vgl. Vortrag Jens Pflüger) verwendet UMTS den Code Division Multiple Access (CDMA)-Standard zur Übertragung der Daten. 4.1.1 Der CDMA StandardDer Unterschied zwischen Time Division Multiple Acces (TDMA) wie in GSM und CDMA bei UMTS lässt sich anschaulich mit Hilfe einer Analogie darstellen [co2.00]:
Im Unterschied zu TDMA bzw. FDMA (Frequency Division Multiple Access) ist CDMA auch eine Breitbandtechnik, d.h. jeder Teilnehmer nutzt beim Datentransfer das gesamte Frequenzspektrum und nicht nur rasch aufeinanderfolgende Zeiteinheiten bzw. kleine Frequenzausschnitte (vgl. Abb. 4.1).
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